Machen, was zählt. – Innovation nicht realisierbar!

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Bevor ich auf den Titel und die Konsequenzen, die hieraus folgen, eingehe muss ich wohl zunächst meine persönliche Situation kurz einordnen. Seit zwei Jahren und vier Monaten arbeite ich nun in einem Unternehmen der freien Wirtschaft das soziale Miteinander, Veränderung, Innovation und Zukunftsfähigkeit auch selbst lebt und seine Kunden in genau diesem Geiste berät. Das bedeutet ein ständiges „Raus aus der Komfortzone“. Und das ist nicht nur sehr gut, wichtig und richtig, sondern macht mir auch einen enormen Spaß und meinen Beruf damit zu einer Berufung. Und genau diese Möglichkeiten und die bewusst gewollte Innovation als Antrieb, haben mir eines sehr deutlich vor Augen geführt: der Langenfelder Politik fehlt es noch immer mehrheitlich an dem Willen aus der eigenen Komfortzone herauszugehen und wirklich innovativ zu werden. 

Aber nicht nur der Politik, sondern auch weite Teile der Verwaltung stehen nicht für Aufbruch, für ein raus aus der Komfortzone, sondern für ein weiter so. Dieser Zustand wird sich binnen der kommenden zwei bis sieben Jahre, nach meiner Einschätzung, auch nicht wesentlich verändern. Freilich gibt es neue Gesichter in Politik und Verwaltung, die für einen Aufbruch stehen. Die Gruppe Jener ist jedoch noch immer schlichtweg zu klein, um eine wirkliche Veränderung bewirken zu können. Und auch politisch stehen die zwei größten Fraktionen für ein konservatives und kleinschrittiges Vorgehen. Mutige Entscheidungen für die Zukunft unserer Stadt, das musste ich inzwischen erkennen, trauen sich über alle Fraktionen hinweg nur sehr Wenige zu. Der Sprung ist Vielen schlicht zu weit, zu hoch und damit zu unsicher. Und diese Vielen haben in Stimmenanteilen noch immer eine sehr deutliche politische Mehrheit im Rat der Stadt. Noch deutlicher, als diese noch vor der letzten Kommunalwahl gewesen ist.

Wäre ich Bürgermeister geworden, müsste ich heute einen Kampf gegen Windmühlen führen – innerhalb der Verwaltung und mit den politischen Gremien. Ein Kampf den ich nicht gewinnen könnte. In unserer schönen Stadt gibt es noch immer eine sehr deutliche Mehrheit, die keine großen Veränderungen und Innovationen will, oder einfach Angst davor hat. Kleine Schritte sind Vielen lieber. Zu kleine Schritte, um eine langfristige Zukunftssicherheit und wahrhaften Fortschritt zu gewährleisten. Gäbe es eine Mehrheit für größere Schritte, wären diese seit der letzten Kommunalwahl längst offenbar geworden. Das ist – wie jeder sehen kann – nicht der Fall. Möglich wäre es mit den Mehrheiten im Rat und den Ausschüssen theoretisch ja gewesen. 

Daher habe ich für mich die logische Konsequenz daraus gezogen. Ich werde weiterhin versuchen aus dem Funken ein Feuer für Veränderung und Innovation zu entfachen. Aber ich werde nicht in einen Kampf ziehen, den ich nur verlieren kann und in dem ich mich persönlich aufreiben würde. Das brächte weder den Bürgerinnen und Bürgern noch mir selbst etwas. Daher werde ich zur Kommunalwahl 2025 nicht erneut für das Amt als Bürgermeister kandidieren, sondern lediglich ein Mandat im Rat der Stadt Langenfeld anstreben. 

Mir ist bewusst, dass ich damit meine Arbeitszeit, und sicherlich auch mein Hauptaugenmerk, meiner Berufung und nicht der Politik widme. Einer Berufung, die es mir ermöglicht Veränderung und Innovation leben zu können und zu dürfen, ohne dafür zunächst jahrelange Kämpfe ausfechten zu müssen.

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